Swiss Medical Forum

Ausgabe 00/2022

Stöbern Sie in den Artikeln und entdecken Sie neue Perspektiven!

SMF

Palmblatt-Stich hat`s in sich

Fallberichte Online
Noémi Demeter,Frau, et al.
Publiziert am 01.01.2022
CS2\Cs2Journal\Domain\Model\Author:62245
+3
Im klinischen Alltag wird man nicht nur in der rheumatologischen Spezialsprechstunde, sondern auch in der Hausarztpraxis oft mit Patienten konfrontiert, welche sich mit der Symptomatik einer Tendovaginitis vorstellen. Zwar handelt es sich um ein häufiges Beschwerdebild, jedoch stellt die gezielte Therapie aufgrund der vielfältigen Ursachen eine Herausforderung dar. Erfahrungsgemäss kann ein Grossteil der Tendovaginitiden/Synovitiden dem rheumatologischen Formenkreis zugeschrieben werden. Differentialdiagnostisch ist neben autoimmun-bedingten auch an mechanisch ausgelöste sowie seltener auch an infektiöse Ursachen zu denken. Wir präsentieren einen unkonventionellen Fall, welcher dies hervorheben soll.
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Sofia Teixeira da Cunha, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Sofia Teixeira da Cunha
+6
Ann-Catrin Schneider, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Ann-Catrin Schneider
+2

Wir präsentieren Ihnen einen Fall eines 59-jährigen Patienten, der sich mit Schwindel, Erbrechen und Bradykardien mit einer Herzfrequenz bis 37/Minute auf unserer Notfallstation vorstellte. Aufgrund sprachlicher Barriere war die Anamnese deutlich erschwert, dank einer gründlichen körperlichen Untersuchung konnte schlussendlich die Diagnose einer unerwünschten Arzneimittelwirkung bei Opioidtherapie gestellt werden. Der Fall zeigt auf, dass die Untersuchung des Patienten eines der wichtigsten diagnostischen Werkzeuge im ärztlichen Alltag ist. Zudem wird die Frage untersucht, ob eine Fentanylintoxikation zu einer bradykarden Herzrhythmusstörung führen kann.

Rita Pires Peixoto, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Rita Pires Peixoto
+5

Le lupus érythémateux systémique (LES) est une maladie auto-immune qui augmente le risque de maladie cardiovasculaire, indépendamment des facteurs de risque cardiovasculaire (FRCV) traditionnels. 1 Une manifestation possible est la myocardite, qui peut simuler un syndrome coronarien aigu ou une décompensation cardiaque 2 , rendant difficile l’approche diagnostique. L’IRM cardiaque peut évaluer la morphologie cardiaque et caractériser le tissu myocardique et ainsi aider dans le diagnostic.

SMF

Die rezidivierende Urtikaria

Fallberichte Online
Walter Kistler, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Walter Kistler
+1

Bei Patienten mit unklarer rezidivierender Urtikaria trotz adäquater Therapie sollte immer differentialdiagnostisch an Parasiten als Ursache gedacht werden, gerade auch bei Patienten mit Migrationshintergrund.

Deborah Schumacher, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Deborah Schumacher
+4

Wir berichten über einen dreijährigen Knaben, der mit Gehverweigerung vorgestellt wurde. Die Abklärungen führten zu einer in Vergessenheit geratenen Krankheit. Richtungsweisend war die Ernährungsanamnese, ohne die die korrekte Diagnose leicht verpasst worden wäre.

Salomon Miro Manz, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Salomon Miro Manz
+4

Wir berichten über den Fall eines 32-jährigen Sportlers, welcher während des Greifenseelaufs einen belastungsinduzierten Hitzeschlag mit anschliessenden Komplikationen erlitt. Initial Management mit Diagnostik, Verlauf und Therapie sowie mögliche Komplikationen werden anhand des konkreten Beispiels erläutert.

SMF

Was selten ist, kommt trotzdem vor

Fallberichte Online
Karina Kabaczy, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Karina Kabaczy
+2

Die akute Pankreatitis ist ein häufiges Krankheitsbild. In 75% und damit in der grossen Mehrheit der Fälle sind ein vermehrter Alkoholkonsum («A-Pankreatitis») oder Gallensteine (biliäre-, «B-Pankreatitis») ursächlich. Dennoch existieren seltenere Ätiologien, welche nach Ausschluss einer biliären und äthyltoxischen Genese in Betracht gezogen werden müssen («Non-A-Non-B» Pankreatitis). Der folgende Fallbericht zeigt anhand der Geschichte einer jungen Patientin, wie eine Pankreatitis ohne Alkoholkonsum, bzw. ohne Gallensteine entstehen kann.

Alexandra Iranyi, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Alexandra Iranyi
+6
Cynthia Jermann
Publiziert am 01.01.2022
Cynthia Jermann

Zuweisungen zur Ursachenabklärung einer Polyarthritis ist eine häufige Fragestellung in der rheumatologischen Praxis. Die Differentialdiagnostik ist breit darunter rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, reaktive Arthritiden, Kollagenosen oder auch seltener paraneoplastisch und stellt hiermit eine grosse Herausforderung dar. Trotz ausführlicher Anamnese, klinischer, laboranalytischer und konventionell-radiologischer Untersuchung kann die Ursache nicht immer gefunden werden. Das Gelenkpunktat, wie auch in diesem Morbus Whipple Fall, ist ein wichtiger Baustein in der Differentialdiagnostik. Der typische Verlauf des klassischen M. Whipple kann im Prodromalstadium mit einer Polyarthritis Monate bis Jahre vor Beginn der typischen gastrointestinalen Manifestationen und ZNS- Manifestationen sich zeigen. Hier kann es bis zu 50% der Fälle zu Fehldiagnosen kommen. Es ist daher sehr wichtig, auch in Anbetracht des möglichen tödlichen Verlaufes ohne antibiotischer Therapie, an den M. Whipple als Differentialdiagnose zu denken.

Robert Schweingruber, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Robert Schweingruber
+3

Im Folgenden wollen wir eine seltene Entität eines Nierentumors (Sammelrohrkarzinom, Ductus Bellini Karzinom) vorstellen. Der vorliegende Fall beschreibt das klinische Bild, die Diagnostik und das pragmatische therapeutische Vorgehen bei fehlender Evidenz aus kontrollierten randomisierten Studien.

SMF

Das perforierte Jejunumdivertikel

Fallberichte Online
Charlotte Lichnog, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Charlotte Lichnog
+2

Hintergrund: Jejunumdivertikel sind meist asymptomatische Zufallsbefunde bei Schnittbilduntersuchungen. Symptomatisch werden sie durch die Perforation. Anhand von zwei eigenen Fällen soll diese wichtige Differentialdiagnose des «Akuten Abdomens» vorgestellt werden.

Fallbeschreibung: Eine 57-jährige Patientin und ein 81-jähriger Patient stellten sich jeweils mit plötzlich eintretenden und zunehmenden Schmerzen vor. Die klinische Untersuchung zeigte bei beiden Patienten ein deutlicher Druckschmerz im Mittelbauch ohne Abwehrspannung. Die Sonographie war nicht wegweisend. Erst die Computertomographie (CT) des Abdomens führte zur Diagnose des perforierten Divertikels durch den Nachweis von extramuraler Luft im proximalen Dünndarmbereich mit entzündlichen Veränderungen des umgebenen Fettgewebes. In beiden Fällen wurde notfallmässig eine limitierte Dünndarmresektion und primäre Anastomose durchgeführt. Der Heilvorgang verlief ungestört.

Fazit: Perforierte Jejunumdivertikel sind äusserst selten und zeigen keine spezifischen Symptome. Dennoch sollte bei der Ursachensuche des «Akuten Abdomens» diese Diagnose in Betracht gezogen werden. Ein rasches CT und die sofortige Laparotomie mit Resektion sind lebensrettend.

Suanita Ukic, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Suanita Ukic
+3

Ibuprofen und andere NSAR werden sehr breit im klinischen Alltag eingesetzt. Als Nebenwirkun- gen auf der Haut sind Exantheme (häufig:  ≥ 1/100, 1/10 gemäss Compendium.ch®; rash gemäss Litt’s drug eruption & reaction manual: >10%) und Urtikaria (Urtikaria selten:  ≥ 1/10’000, 1/1000 gemäss Compendium, Urtikaria auf Ibuprofen gemäss Litt‘s >10%), Purpura, Angioödeme (Angio- ödem auf Ibuprofen gemäss Litt‘s <1%), Fotosensitivitätsreaktionen, schwere kutane Reaktionen wie Erythema exsudativum multiforme, das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) oder die toxische epidermale Nekrolyse (TEN) beschrieben worden. Unser Fall zeigt eine selten dokumentierte Hy- persensitivitätsreaktion auf Ibuprofen, die sich klinisch als Erythema exsudativum multiforme prä- sentierte.

SMF

Mal keine lumbale Diskushernie

Fallberichte Online
Denis Bratelj, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Denis Bratelj
+3

Beinschmerzen im Versorgungsgebiet des N. ischiadicus werden Ischialgien („Ischias-Schmerzen“) genannt. Die häufigste Ursache ist eine akute oder chronische Spinalkanalstenose durch eine lumbale Diskushernie oder degenerative Einengung des Gelenkrezessus oder Neuroforamens mit Irritation der L5 und/ oder sakralen Nervenwurzeln. Seltenere Ursachen sind Kompressionen im Verlauf des peripheren Nerven wie z.B. das «Piriformissyndrom» oder ein «Peroneussyndrom». Der vorliegende Fallbericht eines 19-jährigen Lehrlings beschreibt eine seltene extraspinale Ursache einer L5 Radikulopathie.

SMF

Badespass mit ungeahnten Folgen

Fallberichte Online
Miriam Gremminger, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Miriam Gremminger
+2

Das Wichtigste für die Praxis

Die Leptospirose ist bei uns eine sehr seltene, aber wahrscheinlich unterdiagnostizierte Zoonose.

 

Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit kontaminiertem Wasser über Hautverletzungen oder Schleimhäute. Die Leptospiren werden von infizierten Tieren über den Urin ausgeschieden.

 

Nach einer Inkubationszeit von meist 7 – 10 Tagen variiert die klinische Manifestation von einer grippeähnlichen Erkrankung bis hin zum septischen Schock mit multiplen Organdysfunktionen. Konjunktivale Suffusionen sind ein typisches Zeichen.

 

Die Diagnose wird mittels Serologieverlauf (MAT) gesichert. In der ersten Woche kann eine PCR aus Serum und Urin bestimmt werden. Blutkulturen sind wenig sensitiv.

 

Bei klinischem Verdacht soll eine empirische Therapie erfolgen.

 

Die Leptospirose beim Menschen gehört in der Schweiz nicht zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Infizierte Tiere werden gemeldet.

Tobias Göldi *, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Tobias Göldi *
+6
Malgorzata Lea Jonczy, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Malgorzata Lea Jonczy
+4

Die einseitige Beinschwellung gehört zu den häufigen Gründen einer ärztlichen Vorstellung im klinischen Alltag. Bei einer akuten Manifestation mit einhergehenden Schmerzen ist zunächst sicherlich eine tiefe Beinvenenthrombose auszuschliessen. In drei Viertel der Fälle jedoch liegt der unilateralen Beinschwellung eine andere Ätiologie zugrunde wie z.B. das Lymphödem, die Bakerzyste, eine Cellulitis oder eine muskuläre Verletzung. Bei etwa einem Drittel dieser Patienten bleibt die Ursache unklar.

Wir präsentieren hier den Fall einer unilateralen Beinschwellung im Rahmen einer Kompression der Beinvenenachse durch eine vergrösserte Bursa iliopectinea.

Lennart Nebeck, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Lennart Nebeck
+1

Eine 61-jährige Patientin wurde mit akuter Niereninsuffizienz und Hämokonzentration auf der Notfallstation vorstellig und entwickelte im kurzfristigen stationären Verlauf einen Schock mit Intensivpflichtigkeit. Die erweiterte Anamnese ergab, dass dies innert drei Jahren bereits die dritte Episode eines unerklärten Schockzustandes mit Akuter Niereninsuffizienz, Hämokonzentration und Hypalbuminämie war. Wir stellten daher nach Ausschluss anderer Ursachen die Diagnose eines Ideopathischen Kapillarleck-Syndroms. Dieses seltene Krankheitsbild beschreibt nicht anderweitig erklärbare Schübe von schwerer Kapillarendothelstörung mit massiver Plasmaverschiebung in den dritten Raum sowie im Verlauf plötzlicher Wiederherstellung der Kapillarfunktion und Rekrutierung des zuvor verschobenen Volumens. Die Akuttherapie ist bei mangelhafter Datenlage an die Therapie des septischen Schocks angelehnt wobei eine frühe Erkennung der Krankheitsphase hilft, Komplikationen wie z.B. Lungenödem oder Kompartementsyndrom vorzubeugen.

Jeremias Schmid, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Jeremias Schmid
+2

Bei der Hoffa Fraktur handelt es sich um eine intraartikuläre, koronare Fraktur des distalen Femurs. Die Erstbeschreibung der Fraktur geht auf Friedrich Bush 1869 zurück, Albert Hoffa beschrieb die Hoffa Fraktur offiziell 1904. Sie ist in über 80 % der Fälle mit Hochrasanztraumata mit axialer Krafteinwirkung auf das flektierte Kniegelenk assoziiert [1]. Ausserdem ist die Hoffa Fraktur bei Sturz aus grosser Höhe und bei Sportarten mit Rotationsbewegungen und gleichzeitig axialer Krafteinwirkung auf das flektierte Kniegelenk beschrieben. Die Hoffa Fraktur in Kombination mit einer Patellaluxation ist eine Rarität, weltweit gibt es nur einzelne Fallberichte. Die Klassifikation nach AO beschreibt die Hoffa Fraktur als eine 33-B3 Verletzung, zusätzlich ist die Klassifikation nach Letenneur gebräuchlich.

SMF

Geldrollen und Phosphat

Fallberichte Online
Alessa Fischer, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Alessa Fischer
+4

Die Hyperphosphatämie wird am häufigsten durch verminderte renale Elimination bei Niereninsuffizienz oder durch eine akute Phosphatfreisetzung bei Zelllyse verursacht. Eine sehr seltene Ursache der Hyperphosphatämie stellt die Pseudohyperphosphatämie dar, welche bei Hyperglobulinämien auftreten kann.

In einem 71.-jährigen Mann mit erhöhter Infektneigung, Anämie mit mikroskopisch starker Geldrollenbildung der Erythrozyten, akuter Niereninsuffizienz und stark erhöhtem Gesamtprotein stellten wir die Verdachtsdiagnose eines Multiplen Myelom. Im Rahmen der weiteren Diagnostik fiel ein sehr hohes anorganisches Phosphat im Serum von 12.34 mmol/l auf ohne weitere Zeichen eines Tumorlysesyndroms oder Symptome einer Hyperphosphatämie. 

Bei sehr hohen Paraproteinmengen im Serum kann es mit gängigen Analysegeräten zu Interferenzen kommen und falsch hohe Messwerte als Folge haben. Durch Verdünnung der Probe oder Proteinausfällung kann der Messwert korrigiert und unnötige Therapie verhindert werden. In unserem Patienten normalisierte sich die Pseudohyperphosphatämie in Korrelation mit sinkender Proteinlast im Serum unter Therapie mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethasone (VRD).

Kirstine K. Søgaard, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Kirstine K. Søgaard
+5

Das mykotische Aneurysma stellt eine lebensbedrohliche Notfallsituation dar, die neben einer antibiotischen Behandlung eine prompte chirurgische Versorgung erfordert. Im folgenden präsentieren wir einen Fall von einem mykotischen Aneurysma verursacht durch Helicobacter cinaedi bei einem immunkompetenten Patienten. Die Herausforderungen beim mikrobiologischen Nachweis sowie relevante Aspekte für die Behandlung dieses seltenen Erregers werden diskutiert.

Louisa Maja Hauenstein, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Louisa Maja Hauenstein
+2

Ein 43-jährigen Patienten wurde per Ambulanz am 17. März 2020 auf die chirurgische Notfallstation eingeliefert. Er hatte an der Autobahnausfahrt die Kontrolle über sein Auto verloren und war gegen die Leitplanke geprallt. Er wurde wach und ansprechbar vorgefunden, war jedoch örtlich und situativ nicht orientiert. Der Rettungsdienst stellte bereits einen febrilen Zustand fest. Bei Eintritt präsentierte sich der kreislaufstabile und somnolente Patient mit einem GCS von 13. In der neurologischen Untersuchung liess sich kein Meningismus oder fokales Defizit feststellen. Es bestand jedoch eine anhaltende Verlangsamung und fluktuierende Orientiertheit. Nach Ausschluss einer akuten Traumafolge in der klinischen Untersuchung und mittels Polytrauma-CT erfolgte die Übernahme auf die Medizin, wo sich in der erweiterten Abklärung eine überraschende Ursache für den veränderten Bewusstseinszustand ergab, welcher zum Unfall geführt hatte.

Manja Nonnenmacher
Publiziert am 01.01.2022
Manja Nonnenmacher
Alexandra Filips, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Alexandra Filips
+2

Bei Tumoren im Bereich der Carotisbifurkation wird primär an ein Paragangliom gedacht. Wir präsentieren einen Fall mit klinisch und radiologisch hochgradigem Verdacht auf einen Glomus Tumor. Postoperativ wurde dieser histopathologisch jedoch als ektopes Schilddrüsengewebe identifiziert.

Yannick Weber, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Yannick Weber
+3
Miriam Hofmann, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Miriam Hofmann
+3

Die Gründe für einen Leistungsknick bei Sportlern sind zahlreich. Auch die klinischen Zeichen unseres Patienten, wie schmerzlose Schwellung der unteren Extremität, eingeschränkte Beweglichkeit und Kribbelparästhesien, sind unspezifisch. Erst das Gesamtbild aus Anamnese, Klinik und auffälligen Werten in der Laboranalyse haben uns an die sehr seltene Diagnose einer eosinophilen Fasziitis (Morbus Shulman) denken lassen.

Berit Nadine Brinken, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Berit Nadine Brinken
+2

Das arterielle popliteale Entrapment-Syndrom (PAES) ist eine seltene Ursache für eine arterielle Ischämie der unteren Extremitäten, die sich durch chronische Schmerzen im Unterschenkel und/oder eine intermittierende Claudicatio manifestiert. Eine frühzeitige Diagnose ist essentiell um schwerwiegende Komplikationen, einschließlich poststenotischer Aneurysmen und distaler Embolisation, mit dem Risiko einer nachfolgenden Ischämie, zu verhindern. Wir berichten über den Fall eines jungen Top Athleten, welcher aufgrund von unklaren Beinschmerzen nach einem Trauma abgeklärt wurde. Schliesslich wurde ein PAES diagnostiziert, welches bei diesem Leistungssportler  erfolgreich chirurgisch angegangen wurde, obwohl sich bereits eine ausgezeichnete Kollateralisation etabliert hatte. Der Fall zeigt einerseits die in dieser klinischen Konstellation vorhandenen diagnostischen Schwierigkeiten des PAES auf, andererseits auch dass trotz Beschwerdefreiheit in Ruhe und auch unter moderater Belastung hier eine frühe Indikation zur Operation für ein patientenorientiertes gutes Ergebnis notwendig sein kann.

Clara De Gottardi, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Clara De Gottardi
+1

Das ist ein Fallsvorstellung eines Patientes, der für eine Charcot Fuss bei Luzerner Kantonsspital sich vorstellt. Ein gute Beispiel für einen nicht-Diabetischen Charcot.

Tatjana Meyer-Heim, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Tatjana Meyer-Heim
+3

no abstract needed

Julian Amadeus Biggel, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Julian Amadeus Biggel
+6
Nadine Huber, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Nadine Huber
+3
Nadia Schneider, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Nadia Schneider
+1
Anina Mäder, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Anina Mäder
+3

Wir beschreiben den Fall einer seltenen Differentialdiagnose von Husten: die pulmonale Nokardiose. Erläutert werden die initiale Anamnese, die Untersuchungsbefunde, der Weg zur Diagnosestellung, die Therapie, der Verlauf und zum Schluss werden allgemeine Informationen zur Erkrankung und die aktuellen Therapieempfehlungen diskutiert. Abgeschlossen wird das Paper mit vier hilfreichen Merkpunkten zur pulmonalen Nokardiose.

Michael Sepulcri, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Michael Sepulcri
+2

Bei einem aufgrund COVID intubierten und mit unter anderem Propofol analgosedierten Patienten zeigten sich elektrokardiographisch vermehrte Extrasystolen und inverse T-Negativierungen sowie laborchemisch stark erhöhte Trigliyceride. Nach Auschluss anderer Differentialdiagnosen wurde der Verdacht eines Propofol-Infusions-Syndrom (PRIS) gestellt. Nach Propofol-Stop zeigten sich sämtliche Auffälligkeiten regredient. Die beobachteten EKG-Veränderungen könnten somit als Früherkennung eines beginnenden PRIS dienen.

Pauline Maja Becker, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Pauline Maja Becker
+2

Malignant melanoma can occur in various anatomic locations of the human body. Apart from the skin (91.2%), possible locations include eye (5.5%) and mucosal membranes (1.3%). In 2.2% of the cases the location of the primary tumor remains unclear.

We report a case of a 78 year-old female patient presenting with obstipation and itching in the perianal region. Rectal examination showed a black mass in the anal canal, histology revealed a primary mucosal melanoma. We performed a wide local excision, followed by abdominoperineal resection as the tumor was detected in a locally advanced state.

David Wimmersberger, et al.
Publiziert am 01.01.2022
David Wimmersberger
+8

Die Therapie eines Eisenmangels mit intravenösen Eisenpräparaten wie Eisencarboxymaltose (Ferinject®) kann zur unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) einer Hypophosphatämie führen. Diese verläuft meist subklinisch, kann jedoch bei einigen Patienten klinisch relevant werden. Wir berichten über den Fall einer Patientin mit Dekompensation einer chronischen respiratorischen Globalinsuffizienz aufgrund einer schweren Hypophosphatämie nach Eiseninfusion.

Lili Sike, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Lili Sike
+3

Die akute Extremitätenischämie ist als eine plötzlich herabgesetzte arterielle Perfusion einer Gliedmasse definiert, welches eine vitale Bedrohung für die Extremität und den Patienten bedeutet und somit ein medizinischer Notfall ist. Eine rasche Revaskularisation ist meist unumgänglich. Für die weitere Therapie steht die Abklärung der Aetiologie im Vordergrund. Bei einer Minderheit der Patienten bleibt die Aetiologie der Beinischämie ungeklärt (bei fehlenden kardiovaskulären Risikofaktoren oder fehlendem Nachweis einer Emboliequelle). Eine im Rahmen eines Phäochromocytoms auftretende akute Beinischämie ist selten. Eine Assoziation zwischen einem Phäochromocytom und dem Auftreten von systemischen oder intrakardialen Thromben ist in der Fachliteratur beschrieben. Wir berichten über einen Patienten mit atypischem embolischen Verschluss der A. poplitea und gleichzeitiger Diagnose eines Phäochromocytoms sowie deren Zusammenhang.

SMF

Palpitationen und dann?

Fallberichte Online
René Roth, et al.
Publiziert am 01.01.2022
René Roth
+5

Palpitationen sind ein häufiger Grund für eine ärztliche Konsultation. Im Folgenden berichten wir über einen Patienten, bei dem der Grund für die Palpitationen – ein tachykardes Vorhofflattern - zwar schnell gefunden werden konnte, sich jedoch mit fortschreitender Diagnostik immer wieder neue Fragen stellten. Neben vielen anderen Ursachen sollten auch das Vorhofflattern und die Lungenembolien als mögliche Ätiologie einer Schmalkomplextachykardie, wo klinisch wahrscheinlich, auch aktiv gesucht werden. Werden Lungenembolien gefunden, ist in aller Regel eine Antikoagulation indiziert. Das therapeutische Vorgehen, wenn zusätzlich zur Lungenembolie auch ein kardialer Embolus besteht, ist weniger klar geregelt.

Patrik Schmid, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Patrik Schmid
+1
Christa Pölz, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Christa Pölz
+3

Besonders ältere Menschen sind sturzgefährdet. Laut der Schweizerischen Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2017 sind es je nach Region zwischen 18% und 30% aller über 65-jährigen Personen, die angaben, mindestens einen Sturz im Laufe von 12 Monaten gehabt zu haben. Folge sind oftmals Spitalaufenthalte oder die Notwendigkeit in ein Alters- oder Pflegeheim einzutreten [1]. Umso wichtiger ist es gerade in diesen Patientengruppen eine reversible Ursache herauszufinden. Eine umfassende Anamnese ist deshalb von herausragender diagnostischer Wichtigkeit. Gelegentlich können Anamnese, körperliche Untersuchung und ein 12-Kanal-EKG bereits Hinweise für eine rhythmogene Ursache der Stürze geben. In diesem Fallbericht ist ein paroxysmaler kompletter AVBlock bei alternierendem Schenkelblock die Ursache der Sturzereignisse. Trotz mehrfacher Befragung berichtete die Patientin nie eine Synkope gehabt zu haben. Erst nach wiederholtem Nachfragen während der Hospitalisation gab sie dann an, Lichtsensationen und Lichtblitze verschiedener Farben gehabt zu haben, nicht jedoch Synkopen.

SMF

Ein Pickel auf der Klappe

Fallberichte Online
Lara Schneider, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Lara Schneider
+3

Die Inzidenz der infektiösen Endokarditis beträgt 2-6 pro 100‘000 Personen pro Jahr [1]. Lag früher meist eine rheumatische Herzerkrankung zugrunde, sind in der westlichen Welt heutzutage häufig Risikofaktoren wie künstliche Herzklappen, intravenöser Drogenkonsum, Hämodialyse, Einsatz von intravaskulären Kathetern oder implantierte Devices (Schrittmacher oder ICD) sowie degenerative Klappenveränderungen ursächlich.

 

Eine infektiöse Endokarditis sollte vermutet werden bei Fieber und relevanten kardialen Risikofaktoren (Status nach infektiöser Endokarditis, vorbestehende valvuläre Herzkrankheit, künstliche Herzklappe oder implantierte Devices) [2]. Eine verzögerte Diagnose und somit Therapie erhöht das Komplikationsrisiko bezüglich Klappeninsuffizienz, Herzinsuffizienz, Embolien und Sepsis. Diagnostisch sollten im Abstand von 30 Minuten drei Blutkulturpaare abgenommen werden, dies an verschiedenen Punktionsstellen, ehe eine empirische und nach Erregernachweis resistenzgerechte antibiotische Therapie eingeleitet wird. Ebenfalls sollte eine Echokardiographie erfolgen. Ergibt eine transthorakale Echokardiographie keinen sicheren Hinweis auf eine Vegetation und bleibt der klinische Verdacht hoch, soll in einem nächsten Schritt eine transösophageale Echokardiographie angestrebt werden [3].

Florian Lieb, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Florian Lieb
+6

Die Neurofibromatose Typ1 (NF1) ist eine seltene Erkrankung und zählt zu den Phakomatosen. Sie wird autosomal-dominant vererbt und hat eine Inzidenz von etwa 1:3000, wobei es zu kutanen, neurologischen und ossären Manifestationen kommt.  Zugrunde liegt eine Mutation auf Chromosom 17q11.2.

Die Diagnose wird meistens im Kindesalter anhand von definierten Diagnosekriterien gestellt. Eine kausale Therapie existiert nicht. Aufgrund der lebenslangen Manifestation mit altersabhängigen klinischen Erscheinungen ist eine ebenso lange, regelmässige ärztliche Betreuung und Kontrolle erforderlich, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen [1].

Nach einer Schätzung der schweizerischen Neurofibromatose Vereinigung sind in der Schweiz mehr als 2500 Patienten von einer NF1 betroffen, die meisten davon undiagnostiziert [2].

Eines der Hauptcharakteristika der NF1 sind Neurofibrome. Es handelt sich um primär gutartige Tumore der Myelinscheide. Histologisch bestehen sie hauptsächlich aus Schwannzellen. Sie können sich prinzipiell entlang des gesamten peripheren Nervensystems und an Nervenwurzeln des Rückenmarks ausbilden [3].

Wir berichten über einen Patienten mit einer seltenen Komplikation durch ein plexiformes Neurofibrom (pNF) bei NF1.

SMF

Kein «Common Cold»

Fallberichte Online
Andreas Höhn, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Andreas Höhn
+4

Die Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) ist eine Vaskulitis der kleineren und mittleren Gefässe mit bevorzugtem Befall von Atemwegen und Niere. Pathogenetisch spielen Antikörper (cANCA) gegen das zytoplasmatische Protein Serin-Proteinase-3 neutrophiler Granulozyten eine zentrale Rolle (1) . Entzündliche Prozesse führen zu ulzerierenden Granulomen im Respirationstrakt sowie in 70% der Fälle zu einer nekrotisierenden Glomerulonephritis. Neben ANCAs, welche, abhängig vom Schweregrad, in bis zu 90% der Fälle nachweisbar sind (2) , tragen Klinik und Histopathologie zur Diagnosestellung bei. GPA ist eine seltene, aber wichtige Differentialdiagnose therapieresistenter Beschwerden der oberen Atemwege. Während die Mortalität ANCA-assoziierter Vaskulitiden im 1. Jahr unbehandelt bei über 80% liegt, überleben unter adäquater Therapie >75% der Patienten 5 Jahre (3) . Unser Fall zeigt den dramatischen Verlauf einer Erkrankung mit vielen Gesichtern.

 

Literatur

 

(1) Daikeler T, Regenass S, Heijnen I, Tyndall A, Vogt T. ANCA und assoziierte Erkrankungen. Schweiz Med Forum 2010;10(50):871-874.

(2) Sinico RA, Radice A. Antineutrophil Cytoplasmic Antibodies (ANCA) Testing: Detection Methods and Clinical Application. Clin Exp Rheumatol 2014;32(3 Suppl 82):112-7

(3) Yates M, Watts R. ANCA-associated vasculitis. Clinical Medicine 2017;17(No 1):60-4.

Julia Zimmermann, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Julia Zimmermann
+1

Neben Skoliose, Thoraxdeformitäten und acetabulären Protrusionen stellen Gelenkhypermobilitäten durch ligamentäre Laxizitäten einen wichtigen Manifestationspunkt des Marfansyndrom dar. Schwere Instabilitäten gelten beim oberen Sprunggelenk (OSG) als Kontraindikation für die Implantation einer Prothese. Im Gegensatz zum Kniegelenk beispielsweise stehen dem Orthopäden für das obere Sprunggelenk keine geführten Prothesen zur Verfügung, welche die Stabilisation des Gelenkes übernehmen könnten. Im Folgenden wird die erfolgreiche Implantation einer Sprunggelenksprothese bei einem Patienten mit einem Marfansyndrom beschrieben.

Alexander Russo, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Alexander Russo
+3

Das Behçet Syndrom ist eine seltene autoinflammatorische oder autoimmune Erkrankung des rheumatologischen Formenkreises. Dieses kann, ähnlich wie beim Morbus Crohn, mit einem Befall des gastrointestinalen Traktes assoziiert sein und ist im Vergleich zur gastrointestinalen Manifestation beim Morbus Crohn nicht obligat und seltener anzutreffen. Die differenzialdiagnostische Unterscheidung beider Erkrankungen bleibt jedoch eine klinische Herausforderung und basiert primär auf klinischen und endoskopischen Befunden sowie auf einer interdisziplinären Beurteilung. So stellen endoskopische Merkmale wie Form, Lokalisation und Morphologie der Läsionen wichtige Unterscheidungsmerkmale beider Erkrankungen dar. Ebenfalls können histologische und laboranalytische Befunde hilfreich für die Diagnosestellung sein, allerdings wie unser Fall zeigt, sind diese nicht immer diagnostisch. Beide Erkrankungen haben diverse extraintestinale Manifestationen gemeinsam, jedoch zeigen Studien eine deutliche Diskrepanz im Auftreten einer genitalen Aphthose beim Behçet Syndrom im Vergleich zum Morbus Crohn, welche in unserem Fall als entscheidendes und härtestes Diskriminationskriterium klar Richtung Behçet Syndrom hinwies. 

Obwohl die Therapie beider Erkrankungen ähnlich ist, zeigt sich beim Behçet Syndrom in aller Regel ein milderer Verlauf als beim Morbus Crohn. Da es sich letztendlich aber um eine Erstmanifestation handelt, wird der weitere Verlauf zeigen, in welche Richtung die Diagnose hinweist.

Gabriela Koepp-Medina, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Gabriela Koepp-Medina
+2
Dea Degabriel, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Dea Degabriel
+2
SMF

Auch zu viel Luft kann schaden

Fallberichte Online
Christoph Tuor, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Christoph Tuor
+2

Das Mediastinalemphysem entsteht durch Einreissen von Alveolen in das bronchovaskuläre Bündel. Dabei gelangt Luft entlang diesem bronchovaskulären Bündel in das Mediastinum und im weiteren Verlauf auch in die Subkutis, was sich dann als Hautemphysem darstellt. Am häufigsten wird dies bei der Überdruckbeatmung auf der Intensivstation beobachtet. Es gibt aber auch andere Ursachen, die dazu führen können, wie zum Beispiel starkes Husten oder Pressen (Gewichtheben, Wehen). Wir berichten über einen ungewöhnlichen Fall.

Emeline Christophel-Plathier, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Emeline Christophel-Plathier
+1

L'épiglottite, également appelée supraglottite, est une affection inflammatoire rare de l'épiglotte et de ses structures adjacentes, qui peut évoluer rapidement vers une obstruction des voies respiratoires constituant un danger de mort. Nous présentons la gestion multidisciplinaire d'un cas rare d'épiglottite à Neisseria Meningitis chez un patient adulte en bonne santé.

Thierry Donati, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Thierry Donati
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(Hintergrund)

Das Horner-Syndrom bezeichnet die Symptomkonstellation von Miosis, Ptosis, Enophthalmus und Anhidrose, meist verursacht durch eine Störung der sympathischen Innervation der glatten Augenmuskulatur. Die klinische Diagnose und die Ursachenabklärung auf einer internistischen Notfallstation sind Thema dieses Beitrags.

SMF

Ungewöhnlicher pulmonaler Befund

Fallberichte Online
Umberto Maccio', et al.
Publiziert am 01.01.2022
Umberto Maccio'
+3

Wir berichten über einen 68-jährigen Mann mit einem bekannten, mehrfach mittels SIRT und Sorafenib therapierten  hepatozellulären Karzinom, welcher am fortgeschrittenen Tumorleiden starb. In der Autopsie dieses Patienten kamen ein praktisch totaler tumoröser Umbau der Leber und Schockzeichen zur Darstellung. Darüber hinaus fand man ein leicht kosolidiertes Lungenparechym jedoch ohne metastaseverdächtige Herdbefunde. Histologisch zeigten sich allerdings diffuse kleine epitheloide teils riesenzellige nicht nekrotisierende Granulome, welche in anderen Organen nicht nachgewiesen werden konnten. Die Erregerfärbungen fielen negativ aus. Dieser Befund entspricht einer sarkoidähnlichen Reaktion der Lunge, welche in Patienten mit fortgeschrittenen Tumorleiden und/oder unter Chemotherapie auftreten kann. Es handelt sich um potentiell irreführende Läsionen, da sie häufig mit Metastasen oder Tuberkulose verwechselt werden können.

Adrian Peissard
Publiziert am 01.01.2022
Adrian Peissard

Der präsentierte Fall stellt eine seltene Ursache einer peripheren Kompressionsneuropathie vor. Die Anamnese und klinische Untersuchung ist in den meisten Fällen für deren Diagnose ausschlaggebend. Im vorliegenden Fall war die Ursache der Kompression nicht alltäglich und es bestanden überlappend radikuläre Schmerzen, welche die Diagnose erschwerte und eine gezielte Schmerztherapie verzögerte.

Nejc Kupper, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Nejc Kupper
+2

Dies ist eine Fallbeschreibung einer sich viermalig wiederholenden einseitigen Fazialisparese. Am Fall werden die aktuellen Empfehlungen bezüglich empfohlener Diagnostik und Differentialdiagnostik aufgearbeitet, sowie die Fehleranfälligkeit radiologischer Befunde erörtert. In diesem Fall findet sich ein metastasierter Parotistumor, welcher bei der primären Diagnostik übersehen wurde.

Ursula Sereina Stutz, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Ursula Sereina Stutz
+4

n/a

Sibylle Zimmermann, et al.
Publiziert am 01.01.2022
Sibylle Zimmermann
+3

Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktoren (G-CSF) werden in der Onkologie unter anderem prophylaktisch zur Verkürzung der Neutropenie-Dauer eingesetzt. Das Risiko der Entwicklung einer febrilen Neutropenie wird somit reduziert. In der Regel sind die zu erwartenden Nebenwirkungen mild (Knochenschmerzen und Fatigue), selten können aber auch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Wir berichten über den Fall einer 60-jährigen Frau mit schwerer Pegfilgrastim-assoziierter Aortitis im Rahmen der Mammakarzinom-Behandlung.